Forschungsprojekt Made in Aachen. (Re-) Integration von Produktion im urbanen Raum.

Das Zusammenspiel neuer Produktionstechnologien sowie individualisierter und regionalisierter Nachfragepräferenzen wird künftig die Attraktivität des städtischen Raums als Ort der Produktion deutlich erhöhen. Nach Jahrzehnten der (inter-) nationalen Auslagerung von Produktionsstandorten, die überwiegend die suburbanen Räume adressierte, erscheint gegenwärtig – u.a. aufgrund der Megatrends Digitalisierung, Individualisierung, Urbanisierung und demografischer Wandel – eine zunehmende (Re-)Integration der Produktion in die Städte möglich und ist z.T. bereits realisiert. Auch zunehmende Individualisierungstendenzen durch Industrie 4.0 und die Möglichkeit zur Gestaltung wohnortnaher Arbeitsplätze schaffen für Städte, deren Bewohner und Unternehmen neue Anreize.

Für die Stadtentwicklung ergeben sich aus diesen Innovationen neue Impulse für die Nutzungsmischung, – sowohl auf der Gebäudeebene als auch innerhalb der Stadtquartiere. Untersucht werden sollen auch Stadt- und Sozialverträglichkeit, Ressourcheneffizienz und Governanceprozesse, die im Rahmen neuer Entwicklungen ablaufen.

Am 01.08.2016 startete das Verbundforschungsprojekt MIA im Rahmen dessen Herausforderungen und Potentiale anhand zweier Untersuchungsgebiete näher untersucht werden: Aachen Nord und Aachen West. Zu diesem Zweck loten im Projektvorhaben MIA (Made in Aachen) Partner aus Aachens Wirtschaftsförderung sowie der RWTH Aachen University gemeinsam Optionen, Ansatzpunkte und systematische Wirkungen des Paradigmenwechsels zur urbanen Produktion am Beispiel von zwei Aachener Standorten (Aachen Nord und Campus West) aus. Ziel ist die empirische Untersuchung der Potentiale und der gesellschaftlichen Akzeptanz urbaner Produktion sowie der Umsetzung der Ergebnisse. Erste Untersuchungsschritte stellen eine Analyse des Paradigmenwechsels zur urbanen Produktion, eine städtebaulich-soziologische Erfassung des Ist-Zustandes, die Ermittlung von Prozessbeteiligten und die Durchführung von Experteninterviews. Die Resultate sollen in einer späteren Projektphase durch einen virtuellen sowie einen physisch-realer Demonstrator verdeutlicht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage

 

 

 

Verbundpartner


- Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) / Zentrum für Lern- und Wissensmanagement (ZLW) der RWTH Aachen University (Verbundkoordinator)

- Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen University, Abteilung Fabrikplanung (WZL)

Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der RWTH Aachen University (WiGeo)

- Stadt Aachen - FB Wirtschaftsförderung

 

Weitere Informationen


Fördergeber: BMBF

Bearbeitung: Gisela Schmitt, Christoph Klanten u.a. 

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Laufzeit:  06/2016 – 03/2018