DMB Studienpreis „Wohnungspolitik“ – Masterarbeit ausgezeichnet!

  Bodenpolitische Instrumente in den Städten Münster und Köln © Maria Dörter  

Boden als Fundament der Stadt – Bodenpolitische Instrumente zur kommunalen Steuerung der Wohnrauversorgung in wachsenden Großstädten

Masterarbeit Maria Dörter
Aachen, im August 2019

Die Neuausrichtung kommunaler Bodenpolitik gilt aktuell als eine der großen Herausforderungen der Stadtentwicklung. Auslöser der aktuellen Debatte um die Bodenfrage sind Wohnungsmarktengpässe in den wachsenden Großstädten, die spätestens seit 2010 zu konstatieren sind. Als vorgelagerter Markt des Wohnungsmarktes hat der Bodenmarkt unmittelbare Auswirkungen auf das Wohnen und den Zugang dazu. Somit gewinnt die kommunale Bodenpolitik insbesondere in prosperierenden Städten mit Wohnungsmarktengpässen wieder an Bedeutung.

Die vorliegende Arbeit thematisiert das vielfältige Instrumentarium, welches der kommunalen Ebene zur Verfügung steht und zunehmend Anwendung in der Praxis findet. Ziel der Masterarbeit ist es, anhand von zwei Fallstudienuntersuchungen die kommunale Zielsetzung wachsender Großstädte in Verbindung mit dem Einsatz verschiedener bodenpolitischer Instrumente, den Vollzug dieser Instrumente sowie deren möglichen Beitrag zur Wohnraumversorgung herauszustellen. Die empirische Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz und wird maßgeblich von einer Dokumentenanalyse sowie ausgewählten Experteninterviews mit unterschiedlichen Akteuren in beiden Städten gestützt.

Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass die Städte ihr Instrumentenrepertoire in den vergangenen Jahren deutlich erweitert haben und für die vielschichtigen Probleme der Wohnraumversorgung unterschiedliche Instrumente der kommunalen Bodenpolitik einsetzen. Einzelne dieser Instrumente zeigen bereits Wirkung oder es wird zumindest zukünftig davon ausgegangen, andere hingegen können (noch) nicht ausreichend greifen. Neben der Erweiterung kommunaler Steuerungsmöglichkeiten durch öffentliches Eigentum, geprägt durch wachsendes Bewusstsein für einen gemeinwohlorientierten Umgang mit öffentlichem Grund und Boden, ist insbesondere die intelligente Verknüpfung verschiedener Instrumente zielführend.

Erstprüferin: Prof. Dr.-Ing. Agnes Förster
Zweitprüfer: Jun.-Prof. Dr.-Ing. Jan Polívka
Betreuerin: Dipl.-Ing. Gisela Schmitt

Informationen zur Ausschreibung – DMB Studienpreis „Wohnungspolitik“

08.12.2021